So da ist er nun also der lang ersehnte Bericht aus China
Ich fang einfach mal mit meinem ersten Tag an:
Aber die Nacht war schrecklich, denn hier in Shanghai ist es ganz schön kalt, und ich habe schrecklich gefroren, obwohl ich schon zwei Decken hatte.
Mein zweiter Tag:
Nach dem Aufstehen und erst mal ein paar Leute anrufen, um Wohnugsbesichtigungen für den nächsten Tag aus zu machen. So was dann? Ich brauchte unbedingt noch nen warmen Pulli und nen Fön, denn ohne den würde ich hier innerhalb von ner Woche todkrank sein. Also auf in nächste Kaufhaus, aber wie erklärt man Leuten, die nicht Englisch können, was ein hairdryer ist, aber zum Glück, kann ich Luft schon auf Chinesisch sagen und mit ein bisschen malen geht alles. Dann habe ich noch die Gegend erkundet, wo ich wohl die nächsten Monate immer mit dem Bus los fahren werde, um zur Arbeit zu kommen. Dann war es auch schon Nachmittag und Hanni und Bernd sollten bald in Shanghai landen. Weil ich Zeit hatte, hab ich mir gedacht, ich überrasche sie am Transrapid, aber nach fast 2 Stunden warten musste ich wieder zurück, und Hanni und Bernd waren immer nach nicht da. Denn sie waren schlappe 2 Stunden in der Passkontrolle gesteckt. Aber sie habens ja noch geschafft. Ich musste wieder zurück, denn ich hatte den Wohnungsschlüssel und außerdem hatte ich ausgemacht mit zum Tango zu gehen! Ja ihr habt richtig gelesen, TANGOTANZEN. War echt gut, aber bevor ich da das nächste Mal hin geh, muss ich mir erst noch Schuhe besorgen, die rutschen. Und dann haben sich auch noch Hanni und Bernd gemeldet, dass sie es auch noch geschafft haben und wir haben uns am nächsten Morgen zum Frühstück verabredet.
Mein (unser) dritter Tag:
So meine Touriphase beginnt.
Erst mal haben wir uns am Peoplessquare, dem neuen Zentrum von Shanghai, getroffen und sind Frühstücken gegangen. Dann durch ne shoppingstraße (2 Pullis und ne Hose) zum Bund, der berühmten Promenade in Shanghai, um uns die alten Banken anzusehen und den Blick auf das neue Industrieviertel Pudong zu genießen (Skyline mit Oriental Pearltower und dem Jin Mao Building). Dann gings weiter in die Chinesische Altstadt zum ältesten Teehaus Shanghais und den anschließenden Garten- Tempel- Touri- Bezirk, der über und über voll mit Chinesen war, denn meine erste Woche überschneidet sich mit der letzten Woche des chinesischen Neujahrsfest. So haben gerade auch viele Chinesen Urlaub und machen ihr Land unsicher. Beim Abendessen bekam ich dann den Anruf, ob ich nicht schon am nächsten Tag zu arbeiten anfangen könnte, da etwas schnell zu erledigen sei. Dann gings zum Wohnungen besichtigen. Und Gott sei dank war die zweite auch schon die Richtige (20 Minuten zu Fuß zu meinem Companybus, Schweizer mit chinesischer Freundin als Mitbewohner und mit super blick über Shanghai, denn es ist im 25. Stock) und ich konnte auch schon am nächsten Tag einziehen. Um diesen erfolg zu feiern und weil für die nächsten Tag nicht so gutes Wetter vorhergesagt war sind wir gleich noch in das Jin Mao Building ins cloud9 gefahren und haben die nächtliche Skyline bei einem Drink genossen. Dann zur letzten Nacht zu Wolfgang in die Wohnung, in der Zwischenzeit hatte ich 3 Bettdecken.
Erster Arbeitstag:
So es ist auch schon Mittwoch und ich fahre in aller Herrgottsfrüh zur Bushaltestelle, wo ich zum ersten Mal meine Chefin treffe. Sie scheint ganz nett zu sein. Wir fahren von dort dann noch knapp eine Stunde mit dem Bus in das Industriegebiet außerhalb von Shanghai, wo die Firma ist. Die Arbeit ist bis jetzt noch nicht so der Bringer, aber die Arbeitssprache wechselt fließend zwischen Englisch und Deutsch. Es sind auch noch viele andere Deutsche hier, die in allen Sparten Arbeiten.
Abends wurde dann mit Hilfe von Hanni und Bernd umgezogen.
Zweiter Arbeitstag:
Der nächste Tag lief fast genau so ab, nur dass es diesmal in Strömen goss auf dem Weg zur Arbeit und alle Chinesen völlig entsetzt waren, dass ich keinen Schirm benutzen wollte sondern nur meine Mütze. Eine alte Frau hatte so Mitleid mit mir, dass sie die letzten Schritte zur Bushaltestelle neben mir lief und ihren Schirm über mich hielt. Sehr nett! Aber ich habe gehört, bis zum chinesischen Platzregen sollte ich mir noch nen Schirm besorgen.
Abends war ich dann mit Hanni und Bernd noch auf dem Peoplessquare und anschließend in einer Fressstraße zum Abendessen.
Freitag:
So und weil ich so nett war und schon nen Tag früher zu Arbeiten begonnen hatte, durfte ich am Freitag frei machen. War auch wichtig, denn ich musste mich noch bei der Polizei und im Konsulat anmelden. Ich dachte nicht, dass chinesische Behördengänge auch so einfach sein können, und mit Clares Telefonnummer in der Tasche fühlte ich mich eh sicher! Danach war ich mit Hanni und Bernd am Longhuansi verabredet. Das ist der größte buddhistische Tempel in Shanghai. Außerdem gabs da super Nudelsuppe zu essen. Danach noch ein kleines kommunistisches Museum und ein bisschen Park und auf zum nächsten Tempel. Da es an diesem Tag zu ersten mal schön warm war, hat uns das laufen und die weiten Wege, die wir uns für diesen Tag vorgenommen hatten ganz schön mitgenommen. Normalerweise gibt es in Shanghai an jeder Ecke, wirklich an jeder, einen Starbucks, oder ein anderes Cafe, aber an diesem Tag hatten sich alle vor uns versteckt. Als wir dann endlich am Jadebuddhatempel angekommen waren, haben wir erlebt was ausländischer Tourismus in China ist, denn hier war von Frankreich über Deutschland bis China, jedes Land mit einer Reisegruppe vertreten. Dann waren wir noch Essen und haben uns dann Abends in nen Starbucks gesetzt und den Tag noch ausklingen lassen. Um den Adrenalinspiegel noch einmal zu heben, sind wir dann mit dem Taxi nachhause gefahren, denn die letzten U-Bahnen fahren hier schon gegen 11 auch am Wochenende.
Samstag:
Unser letzter gemeinsamer Tag in Shanghai!
Erst mal haben mich Hanni und Bernd abgeholt, weil wir eigentlich vorhatten chinesisch zu frühstücken, aber wir waren zu spät dran, dann wurde es halt doch nur Burgerking. Anschließend wurden noch ein paar Souvenirs gekauft, und wir waren auch noch im Shanghai Museum, in dem alles Wichtige an Chinesischer Kunst ausgestellt ist. Und dann kam das Highlight des Tages. Wir hatten uns in der Früh von Marc schon einen Tisch in einem Chinesischen Restaurant bestellen lassen, und uns von Clare ein paar Gerichte aufschreiben lassen. Es war ein tolles Essen!
Danach sind wir noch in eine Bar um unseren letzten Abend zu feiern. Dann gings wieder mit dem Taxi heim.
Und jetzt sind alle weg und die kleine Babsi is ganz allein im großen China.
Heute war ich beim Schwimmen! Es hat zwar ein bisschen länger gedauert, bis ich ein gefunden hatte, und da er geregnet hat, war ich auch so schon nass, aber es war ok. Das interessante ist, dass die ne 50m Bahn haben, bei der aber ne Trennwand eingezogen ist, um nen Schwimmkurs abzuteilen und somit die Bahn ca. 35m lang ist. Schrecklich diese 10m mehr. Außerdem hat mich vor dem Schwimmen noch ein Arzt abgehört, ob ich auch schwimmtauglich bin, allerdings durch meine 3 Pullis (heute ist es wieder kalt) hindurch ;-). Aber das gehört zu chinesischem Schwimmen dazu. Und sie haben sogar warme Duschen!
Bis Bald Babsi
1 Kommentar:
Hallo Babsi, das ist ja toll daß du da soviel erlebst und daß du auch schwimmen darfst und kannst.
Heute waren VM und ich bin auch geschwommen :-)
zwar nur 100m Freistil, die aber mit einer 1:09 *freu*
bis bald im ICQ oder Skype oder sonst wie ...
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